Ein Gastbeitrag von Christian Arno, Gründer und Geschäftsführer des internationalen Übersetzungsunternehmens Lingo24.
Manchmal möchte man gerne einfach nur mit den Fingern schnippen und etwas erreichen. So etwas funktioniert leider jedoch in den wenigsten Fällen. Eine Sprache wirklich gut zu lernen, ist beispielsweise nichts, was sich von einem Tag auf den anderen realisieren ließe. Manch einen schreckt das davon ab, sich abseits des erzwungenen Sprachunterrichts in den Schulen mit neuen Sprachen zu beschäftigen. Allenfalls für Urlaubsreisen lernt man einige Brocken der Sprache des Urlaubslands.
Das ist ohne Zweifel schade: Man vergibt dadurch Karrierechancen in einer Welt, in der Städte wie Beijing, Prag, Sao Paolo oder Delhi für eine wachsende Anzahl von österreichischen Unternehmen fast ebenso nahe liegen wie Wien oder Linz. Und man vergibt die Chance, seine Karriere vielleicht als Übersetzer von Zuhause aus zu starten. Das Internet als modernes Kommunikationsmedium hat hier wachsende Chancen für eine interessante und zugleich lukrative Heimarbeit entstehen lassen. Die zu nutzen, kann eine sehr kluge Entscheidung sein.
Viele Unternehmen Österreichs setzen auch auf Auslandswirtschaft
Österreichs Exportwirtschaft wird gefördert: 25 Millionen Euro seien im Rahmen der Internationalisierungsoffensive NEU für die Exportwirtschaft vorgesehen, schreibt beispielsweise das Ministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend auf seiner Internetseite. Insgesamt sollen in den kommenden zwei Jahren 2.000 Unternehmen aus Österreich mit Unterstützung des Ministeriums den Schritt in die Exportwirtschaft wagen, heißt es dort weiter. Auch abseits der traditionell guten wirtschaftlichen Beziehungen Österreichs mit osteuropäischen Staaten ist und bleibt Auslandswirtschaft für viele Unternehmen Österreichs und für den Staat ein wichtiger Faktor des Wirtschaftslebens. Trotz weltweiter Wirtschaftskrise konnte Österreichs Wirtschaft zuletzt etwa die Exporte nach China steigern und nach Indien auf gleichem Niveau halten.
Im Rahmen einer Studie des österreichischen Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft aus dem Jahr 2008 gaben insgesamt sechzig Prozent aller befragten Unternehmen an, der Fremdsprachenbedarf werde in den kommenden Jahren ansteigen.
Wichtigste Sprache sei dabei Englisch, aber auch Italienisch und osteuropäische Sprachen würden an Bedeutung gewinnen. Unternehmen, die Auslandsgeschäfte ausbauen möchten, verlassen sich nämlich mitunter nicht alleine auf englischsprachige Mitarbeiter. Stattdessen sind auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefragt, die die Heimatsprache des jeweiligen Geschäfts- oder Absatzpartners sprechen. Und es gibt gute Gründe, die dafür sprechen:
• Ist Englisch für zwei Verhandlungspartner eine Fremdsprache, so sind die Möglichkeiten der Kommunikation häufig eher beeinträchtigt, als wenn zumindest ein Gesprächspartner in der jeweilig genutzten Sprache Zuhause ist.
• Die Sprache eines Landes zu sprechen, zeugt vielerorts von Wertschätzung, die Unternehmer des Landes bei Gesprächen honorieren. Und es erlaubt einen effektiveren Informationsaustausch auch abseits der offiziellen Verhandlungen: Mitunter werden in solchen Fällen die wichtigeren Informationen ausgetauscht.
Für potenzielle Bewerber bedeutet die hohe Bedeutung von guten sprachlichen Kenntnissen bei Auslandsgeschäften, dass sie — je nach Branche — ihre Karrierechancen durch gute Sprachkenntnisse deutlich steigern.
Eine weitere Karrierechance durch Sprachkenntnisse — Teleworking als Übersetzer
Große Übersetzungsagenturen wie Lingo24 mit internationalen Auftraggebern wie dem Musiksender MTV und der Royal Bank of Scotland Group sowie Niederlassungen in Städten von Berlin bis Shanghai profitieren ebenfalls von der Globalisierung und einem wachsenden Bedarf an Sprachleistungen. Und auch das Wachstum solcher Agenturen bietet sprachkundigen Bewerbern Karrierechancen. Lingo24 hat mittlerweile ein großes Netz aus freien Übersetzern geschaffen, die an weltweiten Standorten von Zuhause aus für das Unternehmen arbeiten. Gute Sprachkenntnisse bieten auch hier Chancen auf attraktive Jobs. Freiberufliche Tätigkeiten wie die des freiberuflichen Übersetzers geben einem viele Freiheiten. Sie haben aber auch zusätzliche Anforderungen, die bei einer Tätigkeit als angestellter Arbeitnehmer nicht in gleicher Weise existieren.
Das Wichtigste bei freiberuflichen Tätigkeiten ist die Fähigkeit und Bereitschaft zur eigenen Organisation von Arbeit
Die Arbeitszeit kann zwar bei Bedarf auch einmal spontan unterbrochen werden, was vielleicht als Angestellter schwieriger wäre, aber Abgabetermine bei Projekten sind etwas Heiliges. Zudem müssen organisatorische Aufgaben wie etwa die Buchhaltung selbst erledigt werden. Lohnt sich die Arbeit jedoch, weil sie lukrativ ist, genießt man gewonnene Freiheiten und nimmt die organisatorische Mehrarbeit dabei billigend in Kauf. Und oftmals lohnt sich die freiberufliche Übersetzerarbeit tatsächlich und die Verdienste sind gut bis sehr gut. Das gilt insbesondere für Übersetzer, die neben allgemein sehr guten Kenntnissen in einer Sprache auch Sprachkenntnisse aus thematischen Spezialgebieten erworben haben. Nicht umsonst gibt es etwa neben Kursen für Englisch auch Kurse für Wirtschaftsenglisch. Die Rechtswissenschaften, die Medizin, die Physik – all diese Disziplinen haben ihre Fachbegriffe und immer wieder auch Bedarf an Übersetzungen von einer Sprache in die andere. Wer hier als Übersetzer Fachbegriffe in beiden Sprachen beherrscht, wird über einen Mangel an Aufträgen nicht klagen können.
Informieren Sie sich bei Bedarf
Lingo24 informiert Sie bei Lingo24 gerne, welche Chancen und Voraussetzungen der Beruf des Übersetzers mit sich bringt. Und denken Sie daran: Eine Sprache gut zu beherrschen, braucht tatsächlich etwas Zeit – aber es ist investierte Zeit, die Gewinn bringt und solch ein Gewinn ist letztlich ein Indiz für eine besonders gute Investition.
Lingo24 wurde im Jahr 2001 gegründet und beschäftigt rund 4.000 professionelle freiberufliche Übersetzer, die insgesamt einhundert verschiedene Sprachkombinationen abdecken.
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