Heute geht es weiter mit Teil 7 der Blogserie „Karriere Tipps für jeden Tag“ mit Infos und Tipps rund ums Thema „Vorbereitung auf Vorstellungsgespräch und AC“.
Intelligenzquotient und die Karriere
„Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander“ – so lautet ein altbekanntes Sprichwort. Welch „Glück“, dass nur rund 0,5% der weltweiten Bevölkerung einen IQ über 155 aufweisen und somit als genial gelten.
Wenngleich Hochschulprofessoren mit einem IQ von ca. 135 als überdurchschnittlich intelligent gezählt werden, so ist für „normale“ Berufe der IQ von geringerer Bedeutung, oftmals haben hier Dinge wie emotionale, soziale und praktische Intelligenz sogar den Vorrang. Heutzutage vertreten auch viele Forscher die Meinung, dass der IQ mittels dem entsprechenden Training wie z.B. Hirnjogging gesteigert werden kann.
Die Frage, die sich nun vielleicht viele von Euch stellen werden, liegt auf der Hand: „Warum muss man, wenn der IQ angeblich nicht so viel Gewicht hat, bei sehr vielen Bewerbungsprozessen einen IQ-Test durchführen?“ Nun, Intelligenzbestien sind stets auf der Suche nach geistiger Nahrung und die meisten Alltagsjobs können diesen Hunger nur sehr schwer stillen, weshalb viele Arbeitgeber keineswegs auf der Suche nach geistigen Überfliegern sind! Deshalb solltet Ihr Euch auch keine allzu großen Sorgen machen, wenn Ihr das eine oder andere Problem mit beispielsweise Mathematik habt.
Einstellungstest – nein danke?!
Psychologische Tests, kognitive Tests, Persönlichkeitstests oder vielleicht doch ein Kreativitätstest? Unternehmen haben unzählige Möglichkeiten, wie sie die Bewerber auf ihre Fähigkeiten, Kompetenzen oder schlichtweg ihre Persönlichkeit abprüfen können oder es zumindest versuchen. Allerdings gibt es hier kein Richtig und kein Falsch – die Anforderungen hängen ganz von der jeweiligen Arbeitsstelle, für die man sich bewirbt, ab. Ein Job im Management verlangt komplett andere Ausprägungen als eine Stelle in der Buchhaltung. Im Grunde kann man sich auch auf so ziemlich alle Tests in gewisser Weise vorbereiten abgesehen von jenen die Persönlichkeit betreffend. Hier sollte man wirklich ehrliche Antworten geben, denn ein professioneller Rekruter durchschaut die Schwindeleien sofort im Zuge des Bewerbungsgesprächs!
Das Assessment Center
In jüngster Zeit ist es mehr und mehr gang und gäbe, die Kandidaten einer Überprüfung durch ein Assessment Center (AC) zu unterziehen, wobei dies ebenfalls zuerst online erfolgen kann. Durch das Vorschalten einer Online-Überprüfung werden ungeeignete Bewerber vorweg herausgefiltert, was den Arbeitsaufwand der Rekruter enorm reduziert. Allerdings sind diese Online AC mitunter relativ leicht und ohne große Probleme zu bestehen. Oft wird man nach der positiven Absolvierung zu einem späteren Zeitpunkt abermals aufgefordert, diesen Test durchzuführen, um die Authentizität zu überprüfen. Tests aus dem Internet bieten eine gute Übungsmöglichkeit für derartige Online AC.
Ist nun die Teilnahme an einem AC vor Ort von Nöten, so können die Anforderungen abhängig vom Unternehmen, dem ausgeschriebenen Job usw. von Mal zu Mal sehr variieren. Es muss nicht immer die auffälligste Person der optimale Kandidat sein – das Unternehmen sucht vielmehr nach dem passenden Glied für die vorhandene Kette, sprich für das Team, welchem man sich später anschließen soll. Nichtsdestotrotz muss man ein paar Grundregeln für das AC beachten:
- Komplette Stille bringt einen garantiert nicht weiter – man sollte schon gesehen werden.
- Präsentationsfähigkeit ist stets gefragt – Redeunsicherheit hat den gegenläufigen Effekt.
- Soziale Kompetenzen sind ebenfalls von Bedeutung – lasst Eure Mitkandidaten ausreden, beweist Euch im Lösen von Konflikten usw.
Spontanes Präsentieren
Die Frage nach einer kurzen, spontanen Präsentation im Zuge vom Vorstellungsgespräch oder auch vom Assessment Center ist sehr beliebt, wobei die Themen, wie der Name andeutet, im Vorhinein meist nicht preisgegeben werden. Teilt man den Bewerbern allerdings die Themen zuvor mit, wird es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um spezielle Fachthemen handeln, wohingegen im zweiten Fall eher nach einer Selbstpräsentation oder einer Präsentation zu einem aktuellen Thema gefragt werden wird.
Falls Ihr Euch bei derartigen Dingen schwer tut, stellt Euch entweder zuhause vor dem Spiegel oder vor Eure Freunde und übt, übt, übt. Während Eurer Rede beim Unternehmen helfen Visualisierungen nicht nur Euch sondern auch Eurem Gegenüber, deshalb habt keine Scheu davor, Flipcharts, Marker und dergleichen zu verwenden. Sicherheitshalber solltet Ihr sogar zumindest Moderationskarten und einen dicken Stift zum Vorstellungsgespräch mitbringen. Wenngleich die Moderationskarten nicht wirklich als Hilfswerkzeuge für Visualisierungszwecke dienen, so kann man sich darauf im Notfall die wichtigsten Stichworte notieren.
Die Präsentation selbst solltet Ihr keinesfalls im Sitzen halten. Steht aufrecht, atmet ruhig und tief, lasst Euren Blick in der Runde wandern und, zu guter letzt, achtet auch auf das Zeitlimit!
Toi, toi, toi für Eure Bewerbungen von unserer Seite und bis zum nächsten Mal bei „Karriere Tipps für jeden Tag“ mit dem Titel „Kommunikationstraining“.
Unsere Blogserie ist angelehnt an das Buch „Karriere-Tipps für jeden Tag“ von Svenja Hofert, Karrierberaterin und Buchautorin aus Deutschland. Herzlichen Dank!
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