Heute geht es weiter mit Teil 6 der Blogserie „Karriere Tipps für jeden Tag“ mit Infos und Tipps rund ums Thema „Sich im Job vermarkten“.
Persönliche Stärken und Schwächen
„Bitte nennen Sie mir einige Ihrer besonderen Fähigkeiten sowie die eine oder andere Ihrer Schwächen.“ – Derartige Aufforderungen vor allem im Zuge eines Bewerbungsgesprächs gehören beinahe schon zum Standard-Repertoire der Personalmanager und will man im Selektionsprozess nicht bereits vorzeitig adieu sagen müssen, so sollte man definitiv mit einer entsprechenden Antwort aufwarten können und besser nicht ins Stocken geraten.
Leider fällt es vielen extrem schwer, eine Potentialanalyse von der eigenen Person zu erstellen, da solche Leute ihre Stärken ohne Feedback von Außenstehenden nicht eruieren können. Hierbei hilft es, sich nicht auf den Terminus „Stärken“ zu versteifen sondern vielmehr auf Dinge und Tätigkeiten zu verweisen, die man gerne macht. So stellt man meist nach Kurzem fest, dass unter jenen Sachen, die einem Spaß bereiten, zahlreiche Stärken „verborgen“ liegen.
Vermarkten der eigenen Person mittels Erfolgsmails
Inwieweit vermarktest Du Dich selbst? Bemerken Deine Kollegen, wieviel Mühe und Schweiß Du in Deine Arbeit steckst? Oder heimsen womöglich andere die Lorbeeren für Deine Erfolge ein? Viel zu oft werden auch Leistungen als selbstverständlich angesehen, wenn man die Kollegen oder Vorgesetzten nicht direkt darauf hinweist – allerdings kommt es auf die Verpackung der Botschaft an! So kann plumpes Selbstmarketing leicht einen Schuss in die entgegengesetzte Richtung bewirken! Dementsprechend sei die Art und Weise der Vermarktung wohl durchdacht. Du könntest beispielsweise Dein „Success-E-Mail“ als Information oder Dankesmail tarnen à la „wir haben das Projekt erfolgreich im vorgesehenen Budget abgeschlossen“.
Das Tagebuch der Erfolge
Es mag vielleicht etwas seltsam klingen, denkt man jedoch etwas genauer darüber nach, dann ist die Idee eines „Erfolgsjournals“ gar nicht mal so abwegig. Wie oft besinnen wir uns im Allgemeinen der eigenen Erfolge?! Man redet gerne über die Arbeit, doch nur selten über das Geleistete. Durch das schriftliche Notieren der Errungenschaften führt man sich einerseits die eigenen Leistungen vor Augen (schließlich kann man ja darauf stolz sein) und andererseits fungiert dieses „Tagebuch“ ebenso als Gedächtnisstütze.
Die Marke „Ich“
Nicht nur Produkte können einer starken Marke angehören, selbiges funktioniert auch für Personen – jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich selbst zu vermarkten und sich dabei auf gewisse Eigenschaften zu fokussieren. Wie bei starken Marken muss man sich auch bei der Marke „Ich“ auf die Kerneigenschaften beschränken, denn niemand kann und will sich mehr als 6-7 Dinge merken. Euer Hauptaugenmerk solltet Ihr auf die zu vermittelnden Eindrücke und Aussagen legen, umso klarer jene sind, umso besser ist es und umso eher wird man sich auch daran erinnern. Um nicht wieder in Vergessenheit zu geraten, muss man das Image natürlich auch hegen und pflegen sowie an seine Mitmenschen kommunizieren. Allerdings dürft Ihr nicht die gewünschte Eigen- mit der tatsächlichen Fremdwahrnehmung verwechseln! Falls Euch Eure Kollegen als ein wenig introvertiert ansehen, so ist es nicht wirklich glaubhaft, wenn Ihr Euch plötzlich als extrovertierte Persönlichkeit zu verkaufen versucht – solche Veränderungen geschehen nicht von einem Tag auf den anderen sondern brauchen viel Zeit und Taktgefühl und sollten entsprechend geplant werden!
Der Weg zur Eigenmarke
Der Markenkern, also jener Teil, der die wichtigesten Eigenschaften einer Marke verkörpert, darf nicht abrupt verändert werden, das würde die Marke ruinieren. Gleiches gilt auch für die Eigenmarke, schließlich muss diese, wie bereits zuvor erwähnt, zur jeweiligen Persönlichkeit passen. Will man nun wirklich eine gewisse Veränderung hervorrufen, dann sollte man dies stets nur in eine Richtung tun. Das heißt, im Falle von beispielsweise 5 bestehenden Kernassoziationen zur eigenen Person darf man maximal an einer vorläufig etwas abändern!
Wie klappt es nun bei Euch mit der Eigenvermarktung? Schon erste Erfahrungen hierbei gesammelt? Wir würden uns natürlich über An- und Einsichten Eurerseits sehr freuen!
Viel Erfolg und bis zum nächsten Mal mit dem Thema „Karriere Tipps für jeden Tag“ mit dem Titel „Vorbereitung auf Vorstellungsgespräch und AC“.
Unsere Blogserie ist angelehnt an das Buch „Karriere-Tipps für jeden Tag“ von Svenja Hofert, Karrierberaterin und Buchautorin aus Deutschland. Herzlichen Dank!
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