Mit dem jüngsten Boom von Social Media in der Form von Facebook, Twitter & Co bleibt auch die Berufswelt von diesem Phänomen nicht verschont. Viele Arbeitgeber beklagen sich über Mitarbeiter, die mehr Zeit in FarmVille verbringen als sie für die Erledigung ihrer Aufgaben aufwenden. Dazu kommt, dass mehr und mehr Unternehmen ihre Marketingaktivitäten auf Social Media ausweiten, sprich, die Angestellten sind von Arbeitswegen her bereits angehalten, sich auf diesen Plattformen aufzuhalten – da kann es schon mal passieren, dass sie auch in nicht so ganz die Arbeit betreffende Bereiche abschweifen…
Nun besitzen allerdings nicht nur Angestellte Profile auf Facebook sondern auch ihre Bosse nutzen die Seite sowohl zu professionellen als auch privaten Zwecken. Was tut man allerdings im Fall, wenn sich die digitalen Wege kreuzen und man plötzlich eine Freundschaftseinladung von seinem Boss erhält?! Fügt man den Vorgesetzten zu seiner Kontaktliste hinzu, ignoriert man die Anfrage oder weißt man sie zurück? Wie geht man am besten vor? Falls Ihr Euch im Endeffekt gegen das Hinzufügen Eures Chefs in die Freundesliste entscheidet, könnt Ihr Euch zumindest damit trösten, dass Ihr mit diesem Entschluss nicht alleine seid – bei jüngsten Befragungen lehnten rund 50% der Leute eine Facebook Freundschaft mit dem Vorgesetzten ab.
Hier findet Ihr eine Auflistung von ein paar Pro- und Kontrapunkten.
Vorteile:
- Es könnte Dich Deinem Boss „näher“ bringen – sprich, der gegenseitige Sympathielevel könnte steigen.
- Du zeigst Deinem Chef, dass Du auch ein Leben abseits der Arbeit hast – das verschafft Dir Pluspunkte im Bereich „Arbeit-Freizeit-Balance“.
- Du könntest das Beste aus beiden Welten herausholen, schließlich kommst Du Deinem Boss mit dem Akzeptieren der Freundschaftseinladung entgegen – außerdem hast Du die Möglichkeit, gewisse Privatsphäre-Einstellungen in Deinem Konto vorzunehmen – Dein Boss muss ja nicht alles über Dich wissen…
- „Säubere“ Dein Profil – im Endeffekt ist nichts wirklich privat, das in irgendeiner Weise online vorhanden ist. Dementsprechend vermeide „digitalen Müll“.
Nachteile:
- Selbst wenn Du Dein Facebook Konto gesäubert hast – muss Dein Chef wirklich wissen, was Du an Deinem Krankheitstag gemacht hast?!
- Falls Dein Profil nun doch nicht komplett einwandfrei ist, könnte Dich belastendes Material Deinen Job kosten, selbst wenn nicht einmal Du besagte Informationen gepostet hast.
- Sobald Du Deinen Vorgesetzten hinzufügst, wirst Du wahrscheinlich automatisch reservierter sein bei Deinen Postings – dementsprechend wird auch der Spaß-Faktor reduziert werden.
- Viele Bosse geben offen zu, dass sie ihre Untergebenen bloß zu Überwachungszwecken als Freunde auf Facebook hinzugefügt haben.
- Muss Dein Chef tatsächlich wissen, warum Du an diesem Montag so fertig ausschaust?!
- Desto persönlicher die Beziehung zu Deinem Chef ist, umso mehr Probleme könnten sich daraus ergeben.
Alles in allem ist es wohl am ratsamsten, die Beziehung zwischen Angestellten und Vorgesetzten so professionell wie möglich zu halten und den Boss anstelle von Facebook beispielsweise auf LinkedIn oder Xing hinzuzufügen. Falls Du allerdings auch im „richtigen“ Leben gut mit Deinem Boss auskommst, kannst Du ihn oder sie natürlich auch in Deinen Facebook Freundeskreis aufnehmen – sei Dir nur darüber im Klaren, dass Dein Vorgesetzter derjenige ist, der Dir Deinen Gehaltsscheck überreicht!
Was meint Ihr nun dazu? Sollte man seinen Vorgesetzten auf Facebook & Co. hinzufügen? Teilt uns Eure Meinung mit!
Für Social Media Interessierte bietet Careesma auch eine Reihe an Social Media Berufen.
Leave a Reply