Es gibt viele Fettnäpfchen, in die man bei einem Bewerbungsgespräch treten kann: Vielleicht ist man unpassend gekleidet, wirkt extrem nervös oder vergisst, dass die Mundwinkel auch einmal nach oben zeigen können. Ein Fehler, den die meisten gar nicht als solch einen deuten oder anerkennen würden, ist das Führen des Gespräches als ein Frage-Antwort-Spiel. Unter Umständen kann das aber der ausschlaggebende Grund sein, wieso ein anderer die Position bekommt und Sie ein „leider nicht“ in ihrer Mailbox finden.
Natürlich liegt es auf der Hand, dass Sie sich im Gespräch beweisen sollten und auf die kniffligen Fragen des Recruiter immer intelligente, einzigartige und unglaublich passende Antworten finden sollten. Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, den Dialog beizubehalten. Das bedeutet die Fragen werden nicht nur von einer Seite gestellt, sondern sollten dabei genauso von Ihnen kommen.
Welchen Bereich Sie dabei ansprechen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Das kann genauso arbeitstechnische Fragen betreffen, die von Vertrag, Jobbeschreibung oder sonstigen Formalitäten handeln, als auch tiefer gehen und das Arbeitsklima oder Arbeitskollegen ansprechen. Unter Umständen kann auch eine Vorbereitung helfen. Haben Sie fünf Standardfragen in Reserve, sind Sie auch für Blackouts gewappnet.
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Zum Olymp der Kommunikatoren
Eine Faustregel sollte man sich merken: Lieber unspektakuläre Fragen stellen, als gar nichts wissen wollen. Schließlich verrät das Wort Dialog ja auch schon, dass beide Gesprächspartner sich aktiv beteiligen sollten. Ein guter Tipp ist, immer offene Fragen zu stellen, also solche die nur mit einen simplen „Ja“ oder „Nein“ abgehandelt werden können. Das verlangt nämlich eine längere Antwort und gibt dann mehr Spielraum um darauf zu reagieren. Die Chancen, dass ein wirklicher und natürlicher Smalltalk entsteht, steigen also. Haben Sie das bei einem Bewerbungsgespräch erreicht, sind Sie schon fast in den Olymp der Kommunikatoren aufgestiegen.
Durch häufiges Nachfragen und das Auswählen der richtigen Fragen, können Sie unter Umständen folgende Eigenschaften beim Recruiter für sich beanspruchen:
- Kommunikativ: Sie beteiligen sich am Gespräch und beweisen Redseligkeit, das macht Sie in den Augen des Personalers natürlich kommunikativ.
- Interessiert: Wollen Sie zu bestimmten Themengebieten und Ausführungen noch mehr wissen, sind Sie auf jeden Fall interessiert. Interesse ist immer gut, denn das zeigt, dass Leidenschaft mit im Spiel ist.
- Intelligent: Versuchen Sie in Ihren Fragen Dinge zu verlinken und weiter zu denken. Schaffen Sie es bereits mit wenig Insider-Wissen und persönlichem Unternehmensbezug Vorgänge zu verstehen, beweist das, dass Ihr IQ sich sehen lassen kann.
- Sympathisch: Ein Gespräch ist dazu da, sich zu unterhalten. Ein offene und interessierte Person wirkt natürlich viel sympathischer als ein introvertierter und ängstlicher Bewerber.
- Aufmerksam: Stellen Sie im richtigen Moment, die richtigen Fragen und beziehen diese sich noch dazu auf das Gesagte, müssen Sie dem Recruiter zuvor natürlich aufmerksam zugehört haben.
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