Wo ist die Mobilität der Österreicher?

MobilitätII Bildrechte www.sxc Wo ist die Mobilität der Österreicher?„Daheim ist es doch am schönsten“, das denken laut einer Eurobarometer-Umfrage viele Österreicher. Nur 8 Prozent unserer Staatsbürger wären demnach bereit für Jobchancen im Ausland ihre Zelte zuhause abzubrechen. Damit sind wir in Europa die Mobilitätsmuffel und auch ein extremes Gegenteil zu den mobilitätsbereiten Amerikanern.

Das Eurobarometer erhebt EU-weit die Meinung ihrer Bürger. Ein Teil davon ist die Studie über die Mobilitätsbereitschaft von der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit. Sie wird in regelmäßigen Abständen durchgeführt und bescheinigt unseren Bewohnern immer wieder aufs Neue das gleiche Ergebnis: Wir Österreicher sind keine Mobilitätsweltmeister. Zwar wuchs die Anzahl jener, die bereit wären für ihren Job den Arbeitsplatz ins Ausland zu verlegen – 2005 waren es 2 Prozent, 2009 waren es schon 8 Prozent – aber noch immer sind wir am Ende der Studie zu finden.

Ganz vorne ist hingegen das Land Dänemark, wo mehr als die  Hälfte der Befragten gerne einmal ins Ausland gehen wollen. Der Abstand zu der Nummer zwei dieser Studie, zu Estland, ist jedoch enorm, denn hier sind es nur mehr 38 Prozent, die ihrer Heimat adios sagen würden. Gefolgt von Schweden, Lettland, Litauen und Finnland. Österreich ist aber in guter Gesellschaft, denn auch in Italien sind es nur vier Prozent, die bereit wären ihren Lebensmittelpunkt in einen anderen Staat zu verlegen. Alle Länder, die bei der Studie mitmachten, sorgen für das Ergebnis, dass im Schnitt einer von fünf Europäern (17 Prozent) bereit für so einen großen Karriereumbruch wäre.

EU alt versus neu

Interessant ist auch, dass die neuen Mitgliedstaaten der EU eher bereit sind sich beruflich zu verändern. Die Bewohner der Staaten, die schon länger bei der Europäischen Union dabei sind, darunter eben auch Österreich, sind heimatverbundener orientiert und können sich weniger vorstellen von zuhause wegzugehen.

Junge bei Flexibilität weit vorne

Es sind aber vor allem die Jüngeren, die in dieser Statistik für das Ergebnis sorgen. Wer einmal schon Auslandserfahrung gemacht hat, ist stärker bereit für eine Karriere in der EU oder außerhalb Europas. Eines der Motive, die Jugendliche aber an diesem großen Schritt hindert, sind die Freunde, die sie zurücklassen müssen. Bei der älteren Generation ist es hingegen der Wehmut die Heimat zu verlassen.

USA – Wo Reisen für den Job selbstverständlich ist

Eine vom Online-Magazin SmartBrief im Juli 2011 durchgeführte Studie, zeigt wie flexibel in Sachen Job die Amerikaner sind. Auf die Frage hin, ob man sich vorstellen könnte für einen Job den Wohnsitz bzw. die Stadt zu wechseln, antworteten knappe 32 Prozent mit einem deutlichen Ja. Immerhin weitere 31 Prozent wären unter bestimmten Umständen ebenfalls bereit dazu. Nur 13,5 Prozent könnten sich überhaupt nicht vorstellen, so etwas in Betracht zu ziehen.

Zukunft = Mehr Mobilität?

In Zeiten von Erasmus, Weiterbildungsprogrammen im Ausland und Traineeships von verschiedensten Organisationen stellt sich natürlich die Frage, ob die Mobilbereitschaft in der Zukunft noch zunehmen wird? Folgende Tatsache belegen viele Untersuchungen: Mit dem Alter nimmt sie ab. Am flexibelsten in Sachen Job und Wohnort sind, wie vorhin schon erwähnt, die Studierenden und Berufsanfänger. Erst mit zunehmendem Alter wird dann der Gedanke an Familie und Bindungen wichtiger, dann ist es mit der Flexibilität oft vorbei.

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Unsere Social-Media-Spezialistin Nora versorgt uns ständig mit interessanten Blogs, posted lustige und abwechslungsreiche Videos und Beiträge auf Facebook und „zwitschert“ die neuesten News. Texten ist ihre Stärke, darum sieht man sie oft unterlippenknabbernd am Basteln von kniffligen Wortspielen und ausgefeilten Formulierungen.

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