Wer kennt es nicht – das Leistungsloch am Nachmittag? Meist verschluckt es uns nach der Mittagspause zwischen 13.00 und 15.00 Uhr und startet, wenn die Kollegen um die Wette gähnen. Sobald man sich nach einer reichhaltigen Mahlzeit wieder vor dem Bildschirm setzt, werden die Augen plötzlich immer kleiner und schwerer und man kann nichts gegen den sogennanten Post-Lunch-Dip (in Österreich „Schnitzelkoma“) tun.
Der eine Kollege hat vielleicht sein „Handy im Auto vergessen“ und vollzieht sein Powernäppchen in der Tiefgarage. Der andere macht dies vielleicht auf der Toilette, der nächste Kollege tut so als würde er etwas vom Boden aufheben. Doch wie schön wäre es doch es sich einfach ohne Scharm auf einen Liegestuhl gemütlich zu machen, die Augen zu schließen und ein paar Minuten wegzusacken, während der Magen das Mittagessen verarbeitet.
Früher hat man angenommen, dass die Mittagsmüdigkeit die Folge des eintönigen Büroalltags ist. Doch das Gegenteil ist der Fall: Durch die Reizüberflutung und die Aufnahme von vielen verschiedenen Informationen werden wir schlicht und einfach übersättigt. Irgendwann fühlt sich der Kopf eventuell etwas schwammig und schlapp an – Nichts geht mehr. Laut Studien und Experimenten wurde erkannt, die Leistungsfähigkeit nach mehreren Stunden Arbeit kontinuierlich abnimmt. Daher braucht man zwischendurch Pausen (vor allem eine längere Mittagspause) um die Zellen wieder aufzuladen und den Datenspeicher in unserem Kopf aufzuräumen und frei zu machen. In Japan wird diese Taktik schon seit einigen Jahren praktiziert. Sogar der Chef nutzt den ohnehin toten Zeitraum für ein kurzes Powernapping.
Doch damit das Nachmittagsschläfchen seine volle Wirkung bringt, sollte man folgende Tipps beachten:
- Vor dem Powernap darf man ohne Weiteres eine Tasse Tee, Kaffee oder sogar Espresso trinken. Das Koffein wirkt nicht so schnell, dass man es beim Einschlafen zu spüren bekommt und hilft nach 20 bis 30 Minuten Schlaf wieder auf die Beine zu kommen.
- Der Ort des Schläfchens soll ruhig gelegen sein und es ist wichtig, eine entspannte Körperhaltung einnehmen zu können.
- Praktizieren Sie Ihr Energieschläfchen nur, wenn Sie sich wirklich Schlapp fühlen – Es soll nicht geplant sein. Meist merkt man dies, wenn die Augenlider schwer werden und man sich heftig zusammenreißen muss, um sich weiter zu konzentrieren.
- Nach 16.00 Uhr zahlt sich ein Mittagsschlaf meist nicht mehr aus – einige Leute bekommen dann Probleme beim Einschlafen.
- Stellen Sie sich den Handywecker, um nicht länger als 30 Minuten zu dösen.
- Vor dem Einschlafen als Hilfe 3-5 Mal tief Ein- und Ausatmen. Stellen Sie sicher, dass die Signaltöne am Computer abgestellt sind und das Handy oder Telefon weitergeleitet wird. Absolut verboten ist das Grübeln über die Arbeit oder private Angelegenheiten, die ein Gefühl von Stress verursachen. Versuchen Sie einfach abzuschalten.
- Nach dem Powernap sich kurz das Gesicht mit kühlem Wasser waschen und frisches Wasser trinken um schnell wieder in Schwung zu kommen.
Dieser Text lehnt an dem Buch von Jochen Mai “Die Büroalltagsbibel” an.
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