Die richtigen Worte zum Abschied

UmzugNonSticky 300x255 Die richtigen Worte zum AbschiedManche halten es unpersönlich und kühl, andere zitieren Passagen aus Songs wie ‘Time to Say Goodbye’, und wiederum andere sagen einfach gar nichts. Es gibt viele Möglichkeiten für den Abschied vom Arbeitsplatz, an dem man mitunter viele Jahre verbracht hat. Wie auch immer das Arbeitsverhältnis geendet hat, beim Abgang sollten gewisse Kriterien eingehalten werden. Der letzte Eindruck zählt im Berufsleben ebenso wie der erste.

Eine negative Erfahrung ist mit Sicherheit die Kündigung seitens des Unternehmens. Sie ist oft mit einer persönlichen Verletzung verbunden und es gibt Vieles, das man den Vorgesetzten vorwerfen möchte. Dennoch empfiehlt es sich, freundlich und professionell bleiben, wenn man gekündigt wurde, denn es heisst ja, dass man sich im Leben immer zweimal sieht. Anders läuft es, wenn ein Jobwechsel auf eigenen Wunsch erfolgt. Zwar können auch hier Ungereimtheiten mit dem Arbeitgeber die Ursache sein, allerdings brodeln die Emotionen hier eher weniger. Wer sich beruflich neu orientieren möchte, kann offen darüber sprechen, wer zur Konkurrenz geht, sollte dies ehemaligen Vorgesetzten oder Kollegen nicht unbedingt auf die Nase binden.

Nichtsdestotrotz ist der Abschied unumgänglich und es gehört zum guten Benehmen, dass man nicht wortlos das Weite sucht. Welche Worte jedoch angemessen sind, hängt vom gegenwärtigen Betriebsklima ab. In jedem Fall sollte man sich für die Zusammenarbeit bedanken und den Kollegen für die Zukunft alles Gute wünschen. Eine Abrechnung mit dem Chef oder den Kollegen ist in der Situation unangebracht. Ist man zum Zeitpunkt der Kündigung verärgert, sollte man dies außen vor lassen und ein paar Nächte darüber schlafen. Unangebracht sind aber ebenso Lobgesänge über das Unternehmen, wenn jeder weiß, dass diese gelogen sind. Hat es einem im Unternehmen tatsächlich gut gefallen, sollte man das natürlich auch kommunizieren.

Es stellt sich aber nicht nur die Frage, was man sagt, sondern auch wem und über welchen Kanal. Es ist hilfreich, auf einer Liste festzuhalten, von wem man sich persönlich und von wem man sich kollektiv verabschieden möchte. Den einen wird eine persönliche Verabschiedung übertrieben erscheinen, die anderen werden wiederum ein Massen-E-Mail als unpassend empfinden. Vom Chef sollte man sich auf jeden Fall persönlich verabschieden. Auch Kollegen, mit denen man viel zu tun hatte, werden sich einen persönlicher Handschlag erwarten.

Herrscht ein informelles Betriebsklima, so kann man sich überlegen, eine kleine Abschiedsfeier oder einen Umtrunk zu organisieren. In diesem Fall ist jedoch eine kurze Ansprache vorzubereiten, die gut überlegt sein sollte. Die letzten Worte hinterlassen einen bleibenden Eindruck und können im schlechtesten Fall das eigene Image binnen Minuten zerstören – oder aber auch auch eine schöne Erinnerung an die Person darstellen. Nett ist es Anekdoten aus den Jahren im Unternehmen zu erzählen oder gezielt Projekte anzusprechen, die man gemeinsam mit den Kollegen umgesetzt hat und die eine angenehme Erfahrung waren.

Eine andere Möglichkeit sich zu verabschieden ist es, ein E-Mail auszusenden. Da hier oft ein Blick auf den Verteiler geworfen wird, ist es ratsam, die Empfänger alphabetisch zu ordnen. Die Betreffzeile sollte nicht zu trocken, aber auch nicht zu lustig formuliert sein und der Inhalt der E-Mail nicht zu lang ausfallen. Man sollte außerdem genau prüfen, ob der Text Tipp- und Rechtschreibfehler enthält. Bei einem sehr großen Unternehmen ist es besser, das E-Mail nur an Kollegen zu schicken, die man persönlich kennt. Auch individuelle Abschiedsmails, in denen man persönliche Erinnerungen herausstreicht, sind möglich.

Abschiedsworte sollte man nicht nur an Kollegen und Vorgesetzte, sondern gegebenenfalls auch an Kunden richten, mit denen man viel zusammengearbeitet hat. Es ist unhöflich, wenn der Kunde nur per Zufall und durch Dritte vom Jobwechsel erfährt. Vorsicht ist dabei allerdings bei der Frage nach dem neuen Arbeitsplatz geboten, da es ungern gesehen wird, dass Kunden in neue Arbeitsverhältnisse oder in die Selbstständigkeit mitgenommen werden. Man sollte nicht den Eindruck erwecken, dass man den Kunden für den neuen Arbeitgeber anwerben möchte.

Da Unternehmenskulturen unterschiedlicher nicht sein können, gibt es auch keinen Garant für die optimalen Abschiedsworte. Dennoch ist man mit vorsichtigem und diszipliniertem Handeln bei einem heiklen Thema wie dem Abschied am besten beraten.

Impressum Ingrid

Formen, Farben und Designs haben es unserer Ingrid angetan. Mit diesen Gestaltungelementen experimentiert sie in Grafikprogrammen und verpasst so manchen Blogartikeln und Internetseiten den richtigen Auftritt. Aber auch unsere Social-Media-Kanäle werden von ihr gefordert und mit neuen Inhalten gefüttert. “American English” – sie hat bereits in den Vereinigten Staaten gearbeitet – ist für die Niederösterreicherin genauso kein Problem, wie etwas tiptop zu Ende zu bringen - selbst wenn das für sie die eine oder andere Überstunde bedeutet. Als begeisterte Citybike-Kartenbesitzern radelt sie nicht nur täglich die Strecke zur Arbeit, sondern auch zu den Shopping-, Kulinarik- und Kulturhotspots der Stadt.

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