Wir haben in vergangenen Blogbeiträgen bereits aufgezeigt, dass es für viele Arbeitnehmer an Bedeutung gewinnt, an ihrem Arbeitsplatz glücklich zu sein. Dazu kann sowohl der Arbeitgeber, als auch der Arbeitnehmer einen Beitrag leisten. Dennoch sind häufig keine Anpassungsmöglichkeiten gegeben und es bleibt nur eine Lösung: der Jobwechsel.
Ein Arbeitsplatzwechsel sollte jedoch gut überlegt sein, denn er bringt große Veränderungen mit sich und kostet Energie. Viele Menschen erachten ihren Job als zufriedenstellend, sie lieben ihn nicht, können aber dennoch ein glückliches und erfülltes Leben haben, weil sie sich in anderen Tätigkeiten entfalten. Andere wiederum verspüren spätestens alle 2 Jahre die Notwendigkeit etwas Neues auszuprobieren, die eigenen Grenzen auszuloten bzw. neue Herausforderungen zu suchen. Oft ist es auch alleine die Idee, den perfekten Job haben zu müssen, die stresst und frustriert, weil der eigene Job nicht dem Idealbild entspricht.
Herr und Frau Österreicher zeigen sich immer wechselwilliger – natürlich in Abhängigkeit von Position, Qualifikation und Alter. In einer Befragung im April 2011 konnte festgestellt werden, dass etwa 80 Prozent der österreichischen Manager für einen Jobwechsel bereit wären, weil sie in der aktuellen Position unzufrieden sind. Nicht Gehalt oder Aufstiegsmöglichkeiten sind ausschlaggebend für diese Erwägungen, sondern vor allem der Wunsch nach persönlichem Wachstum.
Mit dem Wechselgedanken verbunden ist natürlich immer die Frage, ob etwas Besseres nachkommen wird. Es ist riskant eine feste und sichere Stelle aufzugeben, da neu nicht unweigerlich immer besser bedeutet. Ist die Entscheidung für den Jobwechsel gefällt, sollte man darauf achten, sich seiner Ziele klar zu sein. Vor der Stellensuche sollte man analysieren, was man möchte und zum Glücklichsein braucht. Oft ist ein komplett anderer Beruf und damit ein neuer Karrierestart die Lösung, manchmal ein verändertes Arbeitsumfeld, ein neuer Arbeitgeber oder neue Kollegen. Wichtig ist, dass man sich Zeit nimmt für die Jobsuche und etwaigen Druck seitens des Umfeldes ignoriert. Der erste Job ist nicht unbedingt der beste.
Nun stellt sich die Frage, wie man merkt, dass man den Job wechseln sollte. Wer seinen Job hasst, die Stunden am Arbeitsplatz zählt und das Ende des Tages abwartet, hat klare Indizien. Aber auch wenn man ständig zweifelt, ob man woanders besser aufgehoben wäre oder sich eine andere Zukunft herbeisehnt, merkt man, dass man unzufrieden ist. In diesem Fall sollte man sich überlegen, ob es im aktuellen Job Potential gibt, ob man sich weiterentwickeln könnte oder eventuell neue Aufgaben zur Verbesserung der Situation übernehmen könnte. Beantwortet man diese Frage mit Nein, sollte man einen neuen Job suchen, denn dann besteht nicht nur die Gefahr, unglücklich zu sein, sondern es drohen auch negative Auswirkungen auf das Privatleben und die Gesundheit.
Ist man wirklich unzufrieden, ist es besser gleich zu handeln. Gerne wird der Jobwechsel hinausgeschoben, man ist sich der Situation nicht bewusst oder nimmt die Umstände als gegeben hin. Es ist aber wichtig auf sich selbst zu hören und zu erkennen, was stört. Im Nachhinein fragt man sich dann häufig, wieso man sich nicht schon früher nach einem anderen Job umgesehen hat. Denn je länger man in einem ungeliebten Job verharrt, desto mehr Energie raubt dieser und desto mehr Selbstvertrauen benötigt man, um einen neuen zu finden.
Bei der Jobsuche sollte man sich stets vor Augen halten, dass man im Job Dinge braucht, die einen erfüllen. Um festzustellen, welche Dinge gut tun, sollte man auf den vergangenen Job zurückblicken und überlegen in welchen Situationen man auf Grund welcher Ursache glücklich war. Zudem sollte man, hat man den neuen Job einmal begonnen, nicht warten, dass man glücklich wird, sondern Eigeninitiative ergreifen und auch andere darüber informieren, was motiviert und zum Bleiben anregt.
Leave a Reply