Mit Anzug und Superbrain – Der Erfolg der Unternehmensberater

ConsultingII Bildrechte www.sxc Mit Anzug und Superbrain – Der Erfolg der UnternehmensberaterServices auslagern, objektive Beobachter in die eigenen Reihen zu holen oder von fremdem Know-How zu profitieren, alles Punkte, die den Erfolg der Unternehmensberater, oder auch Consultingfirmen genannt, ausmachen. Erfahren Sie, wieso es diese Firmen speziell auf talentierte Absolventen abgesehen haben und wie deren Wirtschaftswachstum aussieht.

Eine Studie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bestätigt der Sparte Information und Consulting im letzten Jahr ein gutes Wachstum. Um rund drei Prozent sind die Beschäftigungszahlen 2010 gestiegen. Im Bereich Unternehmensberatung ist die Sparte Unternehmensführung bzw. Managementberatung die Beliebteste, sie vereint allein 36 Prozent des gesamtösterreichischen Umsatzes, den Unternehmensberater jährlich erzielen.

Nicht nur die Anzahl der per Ende 2010 84.640 Unternehmen in Österreich in diesem Bereich ist gewachsen, sondern die Berater gehen auch wieder intensiver auf Mitarbeitersuche. Deren Anforderungen sind hoch: Nur Studiengangsbeste und jene mit besonders guten Referenzen (bester Lebenslauf, zahlreiche Sprachkenntnisse etc.), haben reale Chancen in die Reihen von Ernest & Young, Deloitte und Co. aufzusteigen. Was macht aber den Anreiz aus, in diesen Unternehmen Fuß zu fassen und als mobiler Berater von Unternehmen zu Unternehmen zu wandern?

Den gesättigten Markt mit Anzug erobern
Den zahlreichen namhaften Consulting-Firmen verhilft oft schon der Name und der Ruf dazu, dass Bewerbungen in Hülle und Fülle ins Haus flattern. Mit Praxis in diesen Konzernen, die viele oft auch nur einige Jahre sammeln, verschafft man sich einen gewaltigen Karrieresprung. Das motiviert zahlreiche Kandidaten dazu, die Bewerbungsmappe abzuschicken. Die wertvolle Erfahrung bekommt man aber natürlich nicht umsonst: Arbeiten muss man jede Menge, auch Überstunden werden hier eingerechnet. Die meisten Consulter präsentieren ihrem potentiellen Personal sowieso nur mehr All-In-Verträge.

Auch wenn das Employer Branding der Consulter gut funktioniert, ist das Wort „War of Talent“ in der Branche nicht fremd. Das spezielle Anforderungsprofil, das vielfältig an die Neuankömmlinge am Arbeitsmarkt gestellt wird, lässt viele aus dem Raster fallen. Bei einer Umfrage, welche der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) 2010 durchführte, gab der Großteil der Befragten an, dass sie verstärkt Seniorberater mit bereits mehrjähriger Berufserfahrung einstellen wollen. Gerade in diesem Bereich ist die Auswahl begrenzt, hier hat sich der Wettkampf um die besten bereits verschärft. Zudem ist der Markt gesättigt, da neben den großen Playern der Branche auch immer neue kleinere Berater hinzukommen.

Wo ein Büro kein Büro ist
Entscheidend sind einzig die Fristen, denn Projekte müssen pünktlich und ordentlich abgeschlossen werden. Hat man dafür nur einige Woche oder sogar nur Tage Zeit, fällt das zu Lasten des Arbeitnehmers. Die Arbeit funktioniert nämlich auf Projektbasis, da kann es dann schon einmal vorkommen, dass etwas zu knapp bemessen wurde. Ist heute schon vielerorts vom mobilen Büros die Rede, so ist diese Idee bei den Unternehmensberatern schon Gang und Gebe. Die Angestellten haben keinen festen Stammplatz mehr, sondern sind direkt bei den Kundenunternehmen im Einsatz. Deshalb ist Etikette auch oberstes Gebot und Anzug, Hemd und Krawatte gehören zur Standardausrüstung. Jeder Consulter wird einer bestimmten Region zugewiesen. Das bedeutet unter anderem, dass man Reisen als festen Bestandteil seiner Anstellung sehen muss.

Erfolgsrezept der Berater
Obwohl das Wort “Consulting” ein Konzept ist, das erst in den letzten zehn Jahren breitenwirksam bekannt geworden ist, existiert dieses Berufsfeld schon seit Längerem. Die klingenden Namen wie McKinsey und Co. kommen ebenfalls aus den USA, aber wurden bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet. Wieso bauen viele Unternehmen auf Verstärkung von Außen? Hier die drei zentralen Erfolgsgaranten:

  1. Branchenwissen und spezielles Know-How
  2. Wissen über Methoden und deren wirksame Umsetzung
  3. Neutraler Standpunkt der Beobachter

Neben der Expertise (also den ersten beiden Punkten), kann auch die Objektivität von Vorteil sein. Der berühmte Ausdruck der “Betriebsblindheit” kommt nämlich oft zum Zug: Indem man mit einer Sache oder einem Unternehmen dermaßen verbunden ist, sieht man die darin steckenden Probleme und Konflikte nicht mehr. Ein Dritter klärt aber ganz einfach auf, was besser zu machen wäre, denn immerhin stehen bei ihm keine anderen Interessen als jenes der Beratung im Vordergrund.

Ob die Beratung und Zusammenarbeit mit den Consultern funktioniert, hängt natürlich von beiden Seiten ab: Einerseits der Qualität der Beraterfirmen und der Kompetenz ihrer Angestellten, andererseits aber auch von der Vorbereitung der erforderlichen Daten.

Impressum Nora Grünbauer

Unsere Social-Media-Spezialistin Nora versorgt uns ständig mit interessanten Blogs, posted lustige und abwechslungsreiche Videos und Beiträge auf Facebook und „zwitschert“ die neuesten News. Texten ist ihre Stärke, darum sieht man sie oft unterlippenknabbernd am Basteln von kniffligen Wortspielen und ausgefeilten Formulierungen.

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