Weihnachtsgeld – 98 Prozent der Österreicher bekommen es

Weihnachtsgeld Bildrechte www.sxc Weihnachtsgeld   98 Prozent der Österreicher bekommen esMit Ende November zaubert der Gehaltsscheck jedes Jahr aufs Neue ein Lächeln in die Gesichter der Arbeitnehmer. Die Abrechnung ist um eine wesentliche Einnahmequelle reicher: Das Weihnachtsgeld. Gesetzlich ist es kein Muss, trotzdem aber schon geübte Praxis in Österreich und an vielen Stellen verankert. Alles was man darüber wissen sollte…

Ein Korb mit zahlreichen leckeren Köstlichkeiten, ein Geschenkgutschein für ein Bekleidungsgeschäft nach Wahl oder einen Rabatt für eine Freizeitaktivität – Das alles sind Geschenke, die Unternehmen jedes Jahr aufs Neue unter den symbolischen Christbaum legen. Eines darf aber bei all diesen Aufmerksamkeiten nie fehlen: Das Weihnachtsgeld hat lange Tradition in unserem Land. Laut einer aktuellen Umfrage der Gewerkschaft für Privatangestellte (GPA) bekommen 98 Prozent der Arbeitnehmer diesen Bonus.

Für viele unverzichtbar
Was finanzieren die Österreicher nun aber mit dieser Summe? Einen Luxusurlaub, einen ausgiebigen Shoppingtrip oder sonstige Annehmlichkeiten? In den letzten Jahren ist für einen Großteil der Arbeitnehmer das Weihnachtsgeld immer wichtiger geworden. 59 Prozent geben bereits an, dass sie darauf nicht verzichten können. Der Großteil (76 Prozent) besorgt damit die Weihnachtsgeschenke, gefolgt von besonderen Anschaffungen (57 Prozent) und dem Sparen für Altersvorsorge bzw. für spätere Ausgaben (51 Prozent). Bei der Hälfte der Befragten ist dieses zusätzliche Gehalt für die Bewältigung der alltäglichen Ausgaben bereits nötig.

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Wann bekommt
man die Weihnachtsremuneration?
Das wichtigste Maß, das bestimmt, ob man sich über eine zusätzliche Sonderzahlung freuen darf, ist der Kollektivvertrag. Ist die Weihnachtsremuneration, wie es im Fachjargon heißt, hier verankert, dann steht sie einem auch zu. Wenn nicht, dann regelt der Arbeitsvertrag das Recht jedes Einzelnen. Fehlt eine Anführung dieser Leistung in beiden Dokumenten, gibt es aber noch immer ein Schlupfloch: Wurde der Zuschuss in den letzten drei Jahren regelmäßig ausbezahlt und erfolgte kein Hinweis auf Freiwilligkeit, muss er auch in Zukunft bezahlt werden. (Betriebliche Übung)

Wie hoch die Sonderzahlung ausfällt, ist nicht festgelegt. In vielen Unternehmen ist es aber einfach ein Monatsgehalt, welches spätestens bis November auf dem Konto einlangt. Ein wesentlicher Unterschied besteht aber zum normalen Gehalt: Mit einem begünstigten Steuersatz von 6 Prozent, bleibt einem dann noch ein bisschen mehr über. Unter anderem auch Teilzeitangestellte, geringfügige Beschäftige und Praktikanten haben Anrecht auf das Weihnachtsgeld. Voraussetzung ist, dass sie ordentlich angestellt sind. Im Falle einer Kündigung bei einer Anstellung wird der Anspruch aliquot ausgerechnet.

Geschenkbudget der Europäischen Arbeitnehmer – Nutella und Parmesan?

Während das Weihnachtsgeld in Österreich die Norm ist, haben viele europäische Arbeitnehmer diesen Vorteil nicht. In Deutschland bezahlen zwar einige Unternehmen diese Summe aus, verpflichtet sind sie dazu aber nicht. In Spanien beispielsweise sind diese und andere Sonderzahlungen ebenfalls Rarität. Auf Grund der Krise nehmen viele Staaten Kürzungen vor: 2010 gab es in Italien in einem Unternehmen statt Weihnachtsgeld Nutella und Parmesan und in Portugal hat der Ministerpräsident Passos Coelho angekündigt, dass nur die Hälfte des üblichen Weihnachtsbonus den Weg zum Konto der Angestellten und Arbeiter finden wird.

Weitere Info zum Weihnachtsgeld in Österreich finden Sie bei der Arbeiterkammer Wien.

Impressum Nora Grünbauer

Unsere Social-Media-Spezialistin Nora versorgt uns ständig mit interessanten Blogs, posted lustige und abwechslungsreiche Videos und Beiträge auf Facebook und „zwitschert“ die neuesten News. Texten ist ihre Stärke, darum sieht man sie oft unterlippenknabbernd am Basteln von kniffligen Wortspielen und ausgefeilten Formulierungen.

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