Kuchenbelästigung am Arbeitsplatz

KuchenNonSticky Kuchenbelästigung am ArbeitsplatzIn vielen Betrieben ist eine Bürogeburtstagsfeier für die Mitarbeiter fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Und obwohl – oder gerade weil – es sich dabei um eine 15-Minuten-Angelegenheit handelt, ist die Prozedur, wie diese von Statten gehen muss, genau festgelegt. Karte, Torte und ein Ständchen der Kollegenschaft dürfen dabei nicht fehlen.

Das Aviso, dass es wieder einmal so weit ist, stellt eine Geburtstagskarte dar, die die Runde macht. Zu diesem Zeitpunkt wissen viele Mitarbeiter noch gar nicht, wer der oder die Glückliche ist – selbst wenn sich das Facebook-Profil des/der betroffenen Kollegen/in schon zahlreicher Glückwünsche erfreut. Dank Klatsch und Tratsch erfährt man dann doch, zu wessen Ehren demnächst eine Zusatzpause eingelegt wird.

Fester Bestandteil der Bürogeburtstagszeremonie ist natürlich die Torte, die mit Papiertellern und Plastikgabeln unters Volk gebracht wird. Auch die Reaktion, die bei der Ausgabe des ersten Stückes zu zeigen ist, scheint standardisiert zu sein: „Mein Gott, das ist ja viel zu groß für mich!“ Ist es in Wirklichkeit nicht, was sich daran zeigt, dass das Geburtstagskind selbst oft gar kein Stück mehr ergattert.

Zusätzlich zu Karte und persönlichen Gratulationen wird zudem häufig noch “Happy Birthday” in einem mehrstimmigen Kanon zum Besten gegeben, während das Geburtstagskind beschämt und verlegen auf den Boden starrt. Nach dem Ausklingen des Liedes setzt es ein erfreutes Lächeln auf – eine der vielen Gesten, die man für Bürogeburtstagszeremonien eben trainieren muss.

Für viele Menschen ist es unangenehm, im Mittelpunkt des Interesses zu stehen. Aber um eine kurze Pause und Zeit für ein paar Plaudereien zu haben, machen alle ganz gern mit. Wie gut also, dass immer irgendjemand Geburtstag hat.

Impressum Ingrid

Formen, Farben und Designs haben es unserer Ingrid angetan. Mit diesen Gestaltungelementen experimentiert sie in Grafikprogrammen und verpasst so manchen Blogartikeln und Internetseiten den richtigen Auftritt. Aber auch unsere Social-Media-Kanäle werden von ihr gefordert und mit neuen Inhalten gefüttert. “American English” – sie hat bereits in den Vereinigten Staaten gearbeitet – ist für die Niederösterreicherin genauso kein Problem, wie etwas tiptop zu Ende zu bringen - selbst wenn das für sie die eine oder andere Überstunde bedeutet. Als begeisterte Citybike-Kartenbesitzern radelt sie nicht nur täglich die Strecke zur Arbeit, sondern auch zu den Shopping-, Kulinarik- und Kulturhotspots der Stadt.

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