Mein Haus, mein Arbeitsplatz, mein Schreibtisch

Home OfficeI BR www.sxc Mein Haus, mein Arbeitsplatz, mein Schreibtisch„Wollen Sie von zuhause aus arbeiten?“ in vielen Unternehmen wird diese Frage gestellt. Mit Hilfe neuester Technologien hat Entfernung immer weniger Bedeutung. Welche Vorbehalte gibt es trotzdem gegen das so genannte Home Office“ und wie beeinflusst die Technik heute schon unser Arbeitsverhalten?
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Die Welt ist ein Dorf! Diesen Ausspruch verwenden wir im Alltag des Öfteren. Im Urlaub an der Adria treffen wir auf einen Nachbarn, ohne davon gewusst zu haben, dass auch er gerade für eine Woche seine Urlaubszelte dort aufgeschlagen hat. Solche Überraschungen sind alleine durch die Mobilität unserer heutigen Gesellschaft möglich. Der Ausdruck kommt übrigens von einem Theoretiker namens Marshall McLuhan, der den Ausdruck „Globales Dorf“ in einem seiner Bücher aufgegriffen hat. Er reagiert mit der Kreation dieses Ausdrucks auf die rasche und plötzliche Veränderung der Umwelt, sowohl im wirtschaftlichen als auch im privaten Sinn. Durch die schnelle Weiterentwicklung der Technik ist die internationale Gesellschaft bestens vernetzt. Dass die Welt aber nicht nur ein Dorf ist, sondern der eigene Arbeitsschreibtisch mitunter auch das eigene Wohnzimmer ist, beweist der Trend der Telearbeit.

Vorreiter IT
Die ersten Unternehmen, die ihren Angestellten auch räumliche Flexibilität in Form des zuhause Arbeitens boten, waren jene der EDV-Branche. Ein oder vielleicht zwei Tage der Woche brauchte man sich nicht vom Pyjama trennen und konnte bereits zwei Minuten nach dem Aufstehen den Arbeitscomputer in Betrieb nehmen. Heute ist der Rest der Wirtschaft nachgezogen. Wer es sich aufgrund der technischen Voraussetzungen leisten kann, bietet auch seiner Belegschaft diesen Komfort an. Viele Konzerne haben aber gar keine Wahl mehr. Eine aktuelle Studie von Forrester Research prognostiziert, dass bis 2016 werden mehr als eine Milliarde Menschen entweder ein Smartphone oder ein Tablet besitzen werden. Menschen holen sich die neueste Technologie selbst ins Haus und werden zu Autodidakten bei technischen Gadgets. Ein Computer, eine Internetverbindung und ein Mobiltelefon sind in vielen Fällen schon genug um seinen Arbeitstag zu starten.

Vor- und Nachteile
Wer sollte nun aber das Home Office in Anspruch nehmen bzw. ist die Gefahr vom Arbeitnehmer, der schlafend neben dem eingeschalteten Laptop auf der Couch sitzt, wirklich Realität? Sind Sie gerade in der Situation sich dafür oder dagegen zu entscheiden? Hier einige Argumente, die Ihnen die Entscheidung vielleicht leichter macht:

Vorteile:

  • Ersparnis bei Transportkosten – Benzin, Fahrkarte öffentliche Verkehrsmittel etc.
  • Zeitersparnis – Der Weg zur Arbeit verkürzt sich auf die Strecke vom Bett zum Schreibtisch.
  • Ausschlafen – Es mag zwar nur eine halbe Stunde oder Stunde sein, aber mitunter schaffen Sie es dann endlich auf die magische Schlafgrenze von acht Stunden.
  • Individualität – Laute Musik, offenes Fenster, Unordnung, sie müssen auf niemanden Rücksicht nehmen.
  • Ruhe – Großraumbüros sind heute so beliebt wie nie. Ihr Arbeitskollege sitzt nur einen oder zwei Meter neben Ihnen. Wer hier mit dem Lärmpegel kämpft, findet bei der Telearbeit viel schneller seine Konzentration.
  • Keine Kleiderordnung – Vergessen Sie Anzug und Krawatte. Im Home Office wird aus Business Casual der Jogginganzug.

Nachteile:

  • Geselligkeit - Sie sind alleine und diverse Späßchen in der Arbeitszeit müssen online übermittelt werden. Arbeiten Sie genau am Montag mit dem privaten Laptop, dann muss auch die Wochenendnachbesprechung unter sich ausgetragen werden.
  • Gruppendynamik – Die produktive Atmosphäre im Büro hilft auch an müden Tagen in Schwung zu kommen.
  • Kreativität und Ideenreichtum im Team – Oft entstehen Gedanke erst in der Diskussion mit anderen. Alleine kann es schon passieren, dass Sie eine Ideenblockade erleiden.
  • Lob und Tadel – Wer an sich selbst arbeiten will und sich verbessern will, profitiert von der Kritik – egal ob positiv oder negativ – anderer. Je direkter diese ausgerichtet wird, desto besser versteht man sie. Ein Vier-Augen-Gespräch mit Vorgesetzten und Kollegen können einem wertvolle Tipps liefern.
  • Missverständnisse – Arbeiten Sie mit einer oder mehrere Person in direkter und ständiger Kooperation, kann das über E-Mail und Geschriebenes sehr zeitaufwendig und nervenaufreibend sein. Oft schreibt man aneinander vorbei. In einem Gespräch würde eine Unklarheit viel schneller behoben sein.
  • Technische Probleme – In einem Unternehmen gibt es im Optimalfall für jedes Problem einen Zuständigen. Ist die Internetverbindung schlecht oder leuchtet bei Ihrem Computer ein Virussymbol auf, dann findet vielleicht der betriebseigene Techniker eine Lösung dafür. Zuhause sind sie aber auf sich alleine gestellt.

Impressum Nora Grünbauer

Unsere Social-Media-Spezialistin Nora versorgt uns ständig mit interessanten Blogs, posted lustige und abwechslungsreiche Videos und Beiträge auf Facebook und „zwitschert“ die neuesten News. Texten ist ihre Stärke, darum sieht man sie oft unterlippenknabbernd am Basteln von kniffligen Wortspielen und ausgefeilten Formulierungen.

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One Response to “Mein Haus, mein Arbeitsplatz, mein Schreibtisch”

  1. robert says:

    Hab mich jetzt im internet mal ein bisschen schlau gemacht, da sie im büro meiner frau auch den fixen arbeitsplatz “abschaffen” wollen. sie soll sich mit ihrem laptop frei im gebäude bewegen können und dort arbeiten wo sie sich wohl fühlst, auch wennst direkt neben dem kaffeeautomaten ist. im internet bin ich den begriff “non-territoriales büro” gestoßen. hier eine kurze zusammenfassung in form eines podcasts, falls sich leser dieses arikels auch dafür interessieren :)
    lg

    http://bene.com/bueromoebel/bene-office-podcast-25-non-territoriales-buero/